Über das Projekt Refugium

Refugium ist ein Blogprojekt zur Dokumentation der Lage der Welt. Es tut mir leid, ein größerer Begriff viel mir gerade nicht ein…

Ist auch nicht nötig, denn genau darum geht es hier. Beobachten, was in der Welt vor sich geht, sich von der alltäglichen Hysterie und dem Geschrei der Medien entfernen und Lösungen und Auswege aufzeigen.

Die Entscheidung diesen Blog zu eröffnen viel irgendwann zwischen Sommer 2021 und Ende September 2021. Ende September war ich wegen einer Blockchainkonferenz in Berlin, zeitgleich fand dort eine große Klimademo statt. Diese Demonstration empfand ich als atemberaubend. Atemberaubend, im durch und durch negativen Sinn!

Wer mit wachen Augen durch die Welt geht, merkt: Es ist etwas in Bewegung, es zerbricht etwas. Ich meine das ganz universell. Unsere Welt, so wie wir sie kennen, löst sich auf, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Diese Unruhe ist spürbar, sie spiegelt sich im gesamten gesellschaftlichen Diskurs wider.

Es ist kaum noch möglich, zu etwas keine Meinung zu haben. Jede Petitesse ist ein Skandal oder wird zu einer Frage der Moral stilisiert. Der richtige Standpunkt ersetzt das Argument.

Darum Refugium, dieser Blog ist aus dem tiefen Bedürfnis entstanden, sich einmal zurückzulehnen und in Ruhe darüber zu reflektieren, was eigentlich vor sich geht und warum es geschieht. Ich habe keine Lust, jeden, der anderer Meinung ist, gleich als Unmenschen zu verurteilen und alles zu einer existenziellen Frage der inneren Haltung zu stilisieren. Ich möchte verstehen, was geschieht.

Hier geht es zum einen um eine Bestandsaufnahme und Kommentierung der Geschehnisse um uns herum, aber es soll auch um Auswege gehen. Ich bin der tiefen Überzeugung, dass der Westen sich in einen tiefgreifenden inneren Auflösungsprozess befindet, den wir uns selber zuzuschreiben haben. Keine finsteren äußeren oder inneren Feinde, sondern eine kollektive Verirrung.